Geschichte
Neustift war im Mittelalter eine Filialgemeinde der Pfarrei Natz und wurde um die Mitte des 15. Jahrhunderts selbständige Pfarrei.
| Die Kirche zur heiligen Margareth wird 1293 erstmals erwähnt. Nach Um- und Er-weiterungsarbeiten weihte der Brixner Bischof Kardinal Nikolaus Cusanus im Jahre 1455 die Kirche zur heiligen Margareth mit drei Altären. Der heutige Bau geht im Wesentlichen auf diese Zeit zurück. Im Jahre 1419 hat der bekannte Dichter und Sänger Oswald von Wolkenstein ein Nachtlicht für die Kapelle gestiftet und zwar als Dank dafür, das seine Frau Margareth (offenbar auf die Fürbitte ihrer Namens-patronin) nach einer Krankheit wieder die Gesundheit erlangt hat. |
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1664/65 wurde die Kirche von
Giacomo Delai in barocker Weise umgeformt und mit den jetzigen barocken Altären ausgestattet. Das Altarbild zeigt den heldenhaften Einsatz der heiligen Margareth für den Glauben. Weil sie Christin war, wurde sie in den Kerker ge-worfen. Stephan Kessler schuf das rechte Seitenaltarbild. Die beiden Pestpatrone Sebastian und Rochus erinnern an das unheilvolle Jahr 1636, als die Hälfte der Neustifter Bevölkerung von der Pest weggerafft wurde.
Das Türmchen der Margarethenkirche bekam 1687 anstelle des gotischen Spitzturms eine barocke Kuppel mit Laterne.
Die 2000/2001 aufgedeckten Fresken an der Nordwand der Margarethenkirche sind ein Bilderbuch zum Leben der heiligen Margareth. Sie wurden wohl gleichzeitig mit der Kirch-weihe 1455 geschaffen. Unter den jetzt freigelegten Fresken ist teilweise eine ältere Schicht sichtbar. Ein Beweis, dass die Kirche schon um 1350 mit Bildern aus dem Leben der heiligen Margareth geziert war.