Studientag zur Sonderausstellung „Neustifts verlorene Schätze“ am Samstag, den 2. Oktober 2021

Studientag zur Sonderausstellung „Zwischen Budapest und New York. Neustifts verlorene Schätze“ im Stiftsmuseum Neustift Samstag, 2. Oktober 2021 Augustiner Chorherrenstift Neustift, Kapitelsaal Stiftsstraße 1, 39040 Vahrn   Programm   9.15–12 Uhr   Prälat Mag. Eduard Fischnaller CanReg (Neustift): Begrüßung   Dr. Hanns-Paul Ties (Bozen/Neustift): Neustifter Kunst- und Kulturgutverluste seit 1807/11. Eine Spurensuche   Mag. Rüdiger Weinstrauch CanReg (Olang): Zu den Bemühungen um die Restitution der nach München gebrachten Tiroler Kunstwerke im Jahr 1814   Dr. Ursula Stampfer (Rottenburg/Tübingen): 60 Zentner Bücher über den Brenner. Zum Schicksal der Neustifter Buchbestände seit der Klosteraufhebung 1807   13.45–17.30 Uhr   Prof. Dr. Ulrich Söding (München): Die „Hl. Margarethe“ in New York und andere Skulpturen aus Neustift   Ao. Univ.-Prof. Dr. Lukas Madersbacher (Innsbruck): Zu den Neustifter Altären des Marx Reichlich   Dr. Benjamin Sommer (München): Die barocken Standkreuze aus Neustift im Bayerischen Nationalmuseum... read more

Neustifts verlorene Schätze – Sonderausstellung im Stiftsmuseum Neustift

Zwischen Budapest und New York. Neustifts verlorene Schätze Sonderausstellung im Neustifter Stiftsmuseum, 17. Juli – 31. Oktober 2021 Sie wurden verschleppt oder verkauft und kehren nun in Form von Kurzfilmen und Bildtafeln an ihren ursprünglichen Bestimmungsort zurück: Zahllose Kunst- und Kulturgüter aus dem Augustiner Chorherrenstift Neustift gelangten seit der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol um 1810 in internationale Museen und Sammlungen. Bedeutende Bestände von spätgotischen Tafelbildern, barocken Elfenbeinskulpturen, frühen gedruckten Büchern und Handschriften aus Neustift befinden sich noch heute in München und Innsbruck. Weitere Objekte kamen bis nach Ungarn und in die USA. Im Rahmen des Euregio-Museumsjahrs 2021 unter dem Motto „Transport-Transit-Mobilität“ präsentiert das Stiftsmuseum eine repräsentative Auswahl von „Neustifts verlorenen Schätzen“ und erzählt deren wechselvolle Geschichten.

Bildung mit Weitsicht für die Zukunft – Direktor Benjamin Astner

Bildung mit Weitsicht für die Zukunft Die antiken Philosophen bewiesen es oft, wir hätten es manchmal gerne – Weitsicht! Eine Tugend und Fähigkeit, die es den Menschen gestattet, nach vorne zu blicken, zukünftige Entwicklungen abzuwägen und eigene Entscheidungen zu treffen. Weitsicht ermöglicht, dort überlegt und besonnen zu reagieren, wo sich so manches Gemüt erhitzt; dort für Harmonie zu sorgen, wo allzu leicht Streit und Auseinandersetzung folgen. Gerade Krisenzeiten sind oft der auslösende Faktor, um lang aufgeschobene Dinge anzugehen und endlich umzusetzen. Gerade in diesen Zeiten werden uns die Wichtigkeit von Weiterentwicklung und Weiterdenken drastisch vor Augen geführt. Wir wünschen uns dann, dass wir die jetzigen Entscheidungen mit Weitsicht treffen, nicht übereilig, sondern überlegt und an das Morgen ausgerichtet. „Ein Wissen, das nicht in die Zukunft reicht, ist kein Wissen.“ Hans-Peter Dürr, Nobelpreisträger Auch das Bildungshaus Kloster Neustift versucht in seiner... read more

Bildung stiftet Weitsicht – H. Michael Bachmann, CanReg

Bildung stiftet Weitsicht Es ist nun wieder die Zeit, wo der Berg ruft. Nicht nur der Winter, sondern vor allem auch der Sommer lädt ein, die wunderbaren Berge unserer Heimat zu besteigen und immer wieder ihre Schönheit neu zu entdecken. Klein und demütig zu werden vor dem Wunder der Schöpfung, die unserem achtsamen Umgang anvertraut ist. „Der Weg ist das Ziel“, so steigen wir aufwärts, dem Gipfel entgegen. Da soll es nicht um Zeit und Schnelligkeit gehen. Die Blume am Wegrand, die Quelle, die unseren Durst löscht, der Adler am Himmel, das alles darf uns nicht verschlossen bleiben, sondern zum bewussten Wegbegleiter werden. Am Gipfel zu stehen, den Blick weit hinausschweifen lassen über unzählige Berge und Täler, das ist der Lohn für unsere Mühen. Und wenn man dann auch noch die einzelnen Berge beim Namen nennen kann, kommt zum Schauen... read more

Lehrgang “Alpines Waldbaden – Natur tut gut”

„Alpines Waldbaden“ – ein See mitten in einer schönen Waldlandschaft! Das war das erste Bild, das mir bei dem Begriff in den Sinn kam! Was aber genau unter „Waldbaden“ zu verstehen ist, durfte ich erfahren, als ich im Rahmen meines Praktikums im Bildungshaus Kloster Neustift, die Teilnehmenden des Lehrgangs „Alpines Waldbaden“  mit der Referentin Karin Greiner für zwei Tage begleiten durfte. Kurz zusammengefasst bedeutet „Waldbaden“, die Atmosphäre des Waldes mit allen Sinnen aufzunehmen. Und genau das haben wir die zwei Tage auch gemacht! Vom Aufatmen und Kraft tanken in der Natur, der Herstellung einer heilenden Salbe bis hin zu spannendem Wissen über den Wald und die Waldgesundheit war alles mit dabei – und ja: das Umarmen eines Baumes darf natürlich auch nicht fehlen! 🙂 > Der nächste Lehrgang “Alpines Waldbaden – Natur tut gut” startet am 30.03.2022

Lehrgang Volksheilkunde – Hausapotheke aus Wildpflanzen

1. Wie stelle ich eine Tinktur her? Der Lehrgang Volksheilkunde vermittelt den Teilnehmenden einen fachlichen und methodischen Umgang mit Heilpflanzen in der Volksheilkunde. Auch die Herstellung von Tinkturen ist Bestandteil des Lehrgangs. Tinkturen sind beliebt, weil sie rasch herzustellen, lange lagerfähig und leicht anzuwenden sind. Was zunächst einfach klingt, erweist sich manchmal als doch vertrackt, wenn es um Details geht. Mit klaren Grundregeln gelingt es, für die Hausapotheke eine Tinktur fachgerecht anzusetzen. https://gundermannschule.com/19-Tinktur.mp4 Viel Spaß beim Ausprobieren!   2. Berühmte Heilmittel Ein berühmtes Heilmittel der Volksheilkunde gewinnt man aus Johanniskraut: das Rotöl! Johanniskraut blüht zur Jahresmitte, wenn die Sonne am höchsten steht. Aus ihm wird das sogenannte Rotöl zubereitet. Anwendung findet das Öl bei stumpfen Verletzungen über Muskel- und Gelenkschmerzen bis hin zu Hautproblemen. Die rote Farbe bekommt das Öl durch die besonderen Inhaltstoffe in den Blüten des Johanniskrauts. Zur... read more

Jahrgangsbericht 2020

Das Weinjahr 2020 startete mit optimalen Bedingungen. Nach einem schneereichen Winter begann der Austrieb verhältnismäßig früh. Bereit am 10. April beobachteten wir an sonnenexponierten Lagen rund um das Kloster erste Triebe, 10 Tage früher als in durchschnittlichen Jahren. Dank eines milden Frühjahres gab es aber keine Probleme mit Frühjahrsfrost. Auch der Sommer zeigte sich von seiner besten Seite, die Temperaturen waren durchschnittlich, es gab keine extremen Wetterereignisse und die Niederschlagsmenge war ebenfalls mittel. Die Ernte startete 10 Tage früher am 14. September. Leider waren der Spätsommer und der Herbst etwas niederschlagsreicher als üblich und so fielen auch die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht etwas geringer aus. Um trotzdem gesundes Traubenmaterial ernten zu können, wurden die Erntetermine vorgezogen, bereits Mitte Oktober war die Lese abgeschlossen. Entsprechend zeigen sich die Weine des aktuellen Jahrganges. Feingliedrig, frisch und fruchtig mit moderatem Alkohol und... read more

NLP – Was ist denn das?

NLP, das steht für Neuro-Linguistisches Programmieren. Die Methodik entstand Anfang der 1970er-Jahre aus dem Studium der damals bedeutendsten Psychotherapeuten Fritz Perls (Gestalttherapie), Virginia Satir (Conjoint Family Therapy) und Milton Erickson (Hypnotherapie). Die Entwickler John Grinder und Richard Bandler waren damals Professor (Grinder) und Student (Bandler) am Kresge-College der University of California in Santa Cruz. Mit den von ihnen geleiteten Gruppen entwickelten sie die Methodik des NLP. Später wurden auch andere Einflüsse aus der Philosophie, der Linguistik, der Mathematik und der Palo Alto-Schule modelliert bzw. integriert. Im Zuge der weiteren Arbeit an der Methode kam es auch zu zahlreichen eigenständigen Entwicklungen. Waren damals die mit NLP erzielten Resultate geradezu magisch, so kann man heute die meisten Wirkweisen des NLP neurowissenschaftlich erklären. Dabei war NLP nie als reine Therapiemethode entwickelt worden. Deswegen wurde und wird NLP auch in vielen anderen Bereichen eingesetzt,... read more

Das Wort Gottes in der Musik

Mit diesem Psalmvers beschreibt der Psalmdichter fast einen göttlichen Auftrag der Musik und des Gesanges: Sein ganzes Leben ist erfüllt mit der Musik Gottes. Dies ist nur ein Beispiel, welche wichtige Rolle die Musik in der Bibel und im Gottesdienst spielt. Die ganze Bibel ist voll von Musik! Man findet darin zahlreiche Instrumente wie Flöten, Harfen und Lauten, Rasseln und Zimbeln, Trommeln und Pauken, Trompeten und Posaunen und natürlich kommt auch der Gesang nicht zu kurz – ein ganzes Orchester samt Chor. Seit jeher bilden Musik und das Wort Gottes eine Einheit. Es gibt seit Anbeginn keinen lebendigen Gottesdienst ohne Musik. Kirchenmusik ist Verkündigung des Wortes Gottes, eine lebendige Liturgie ohne Musik ist undenkbar. Zahlreiche Kirchenmusiker und Komponisten haben sich darangemacht, das Wort Gottes musikalisch zu vertonen. Angefangen mit dem Gregorianischen Choral bis zu modernen Rhythmen haben wir heute einen... read more

Wein, Obst, Wiesen und Wälder

Schon seit der Gründung des Klosters 1142 spielte die Land- und Forstwirtschaft eine wesentliche Rolle. Die Besitzungen, die durch Stiftungen, Schenkungen und Käufe erworben wurden, dienten der Selbstversorgung und des Anbaus verschiedenster Pflanzen und Lebensmittel. Auch heute stellt die landwirtschaftliche Tätigkeit einen wesentlichen Teil der wirtschaftlichen Beschäftigung im Kloster Neustift dar. Dabei ist der Gedanke der Selbstversorgung aktueller denn je. Die Landwirtschaft ist ein wesentlicher Bestandteil des klösterlichen Lebens – damals wie heute. „Das Kloster Neustift ist ein landwirtschaftlich geprägtes Kloster“, unterstreicht Stiftsverwalter Fabian Schenk. Diese Tatsache unterscheide es klar von anderen Klöstern im deutschsprachigen Raum, die weit weniger stark an die Landwirtschaft gebunden sind. Bereits bei der Gründung des Stiftes wurde es mit verschiedenen Gütern und Landwirtschaften ausgestattet. Auch Bischof Hartmann schenkte dem Kloster verschiedene Güter, unter anderem in Rödensberg bei Rasen, in Karnol, Lüsen, Buchenstein, Villanders und Latzfons.... read more