Die Kraft der Zuversicht

Die Welt im Ausnahmezustand – so könnte man die Geschehnisse im Frühjahr 2020 zusammenfassen. Das Corona-Virus veränderte alle Bereiche unseres alltäglichen Lebens nachhaltig. Bis heute sind die Folgen dieser Entwicklung bemerkbar und spürbar. Blicken wir heute auf diese Zeit zurück, dann tritt das Virus in all seiner Tragik wieder in den Vordergrund: Menschen, die den Kampf gegen Corona verloren und ohne ihre Lieben in der Nähe verstarben; Menschen, die ihre Arbeit aufgeben mussten; Unternehmen, die ihre Tore schließen mussten. Das alles hat uns verändert und bewegt.

Gleichzeitig treten auch die Chancen und positiven Veränderungen der sogenannten „Corona-Pandemie“ zu Tage: Menschen, die über ihre Belastungsgrenze arbeiteten, um anderen zu helfen; Menschen, die den älteren Nachbarn beim Einkauf und im Haushalt halfen; Jugendliche, die Kinderbetreuung und Haushaltshilfe anboten; Unternehmen, die Wellnesspakete oder Gutscheine für Sanitätspersonal zur Verfügung stellten. Dies sind nur einige Beispiele, die verdeutlichen, dass eine Krise auch immer eine Chance bedeutet. Viele Menschen nutzten die Monate der Isolation, um Zeit mit ihrer Familie zu verbrin-gen oder sich Themen zu widmen, die lange vor sich hergeschoben, aber nie realisiert wurden. Und ganz von selbst werden dann Überlegungen laut, die die zukünftige Lebensplanung und Zielsetzung betreffen. Die Krise ist eine Chance, zurück und nach vorne zu schauen. Sie ist eine Möglichkeit, Prioritäten neu zu definieren, Ziele klarer in den Blick zu nehmen, Altes hinter sich zu lassen und Neues zu wagen. Es ist eine Gelegenheit, sich selbst und sein Leben zu hinterfragen: War das schon alles? Was möchte ich unbedingt erreichen? Was sind meine Ziele? Es ist aber auch gut, zufrieden und mit Demut und Dankbarkeit auf Bis-heriges zu blicken: Was ist mir bisher gut gelungen? Womit bin ich zufrieden und wofür kann ich dankbar sein?

Wir Menschen sind auf Optimismus gepolt, das ist inzwischen wissenschaftlich bewiesen. Wir neigen dazu, selbst in dunklen Zeiten noch das Licht am Horizont zu sehen – oder zumindest daran zu glauben.

Das Bildungshaus Kloster Neustift sieht den Menschen in seiner Gesamtheit und möchte Ihnen helfen, mit Hoffnung, Ängsten, aber auch mit neuen Zielen, Fertigkeiten und Kompetenzen umzugehen. Unser Angebot möchte Sie in Ihrer Ganzheitlichkeit unterstützen, Ihnen helfen, Ihren Weg aus der Krise in die Zukunft zu finden. Wir sehen uns dabei nicht als Lehrer, sondern vielmehr als Begleiter und Ratgeber an Ihrer Seite.

Das Bildungsprogramm für den Zeitraum September 2020 bis Februar 2021 ist nun erschienen: Altbekanntes haben wir mit Neuem und Innovativem ergänzt. Ich hoffe, dass sich auch neue Wege für Sie auftun werden. In diesem Sinne möchte ich Sie an die Worte Henry Fords erinnern, der einmal sagte: „Es hängt von dir selbst ab, ob du das neue Jahr als Bremse oder als Motor benutzen willst.“

dott. Benjamin Astner,Direktor des Bildungshauses Kloster Neustift