Ein perfekte Weißweinjahrgang

Das Jahr 2021 begann mit viel Schnee, bereits im Dezember hatte es kräftig geschneit und durch die kühlen Temperaturen gab es den ganzen Winter rund um das Kloster eine geschlossene Schneedecke. März und April war es ebenfalls kühl, dadurch verzögerte sich auch der Austrieb und so konnte die schwere Frostperiode zwischen dem 10. und dem. 20. April ohne Schäden überstanden werden. Ende April war es dann aber soweit. Die ersten Reben trieben aus, jedoch war das Wachstum durch die kühlen Temperaturen im Mai weiterhin gebremst. Somit begann die Blüte erst in der 2. Junihälfte und damit rund 2 Wochen später als im Durchschnitt. Der Juni und der Juli waren überdurchschnittlich feucht und warm, was uns in der Landwirtschaft vor große Herausforderungen stellte. Zudem gab es sowohl am Marklhof (13. Juli) als auch in Neustift (1. August) Hagelschlag. Glücklicherweise folgte einer feuchten ersten Augusthälfte ein trockener und sonniger Sommerausklang. Durch die Reifeverzögerung begannen die Trauben erst jetzt zu Färben und die vom Hagel beschädigten Beeren trockneten aus und fielen ab. Im September gab es stabiles Hochdruckwetter und so konnte, rund 10 Tage später als üblich, am 26. September mit der Ernte begonnen werden (Am Marklhof in Eppan bereits etwa 10 Tage früher). Kühle Nächte und warme Tage sorgten während der gesamten Lesezeit für durchwegs gesundes Traubenmaterial mit durchschnittlicher Gradation und überdurchschnittlichen Säurewerten. Aufgrund dieser idealen Werte war der Gärungsverlauf perfekt und entsprechend zufriedenstellend das Ergebnis.

Bei den Weißweinen ist 2021 ein seht spannender Jahrgang mit Weinen, die der der Typizität des Eisacktals entsprechen. Sie sind frisch und mineralisch mit einer knackigen Säure. Durch die kühlen Tage und warmen Nächte im Herbst sind sie daneben sehr fruchtig und sortentypisch. Für uns ist 2021 ein perfekter Weißweinjahrgang.

Bei den Rotweinen sticht vor allem der Lagrein hervor. Durch die ideale Witterung im Herbst und dementsprechende reifes und gesundes Traubenmaterial konnten fruchtige Weine mit feinem Tannin entstehen. Ähnlich gilt für die Vernatsch-Weine. Etwas durchwachsener ist die Situation hingegen beim Pinot Nero. Durch den früheren Lesezeitpunkt konnten sich die Trauben nur teilweise von der kritischen Witterung im Sommer erholen. Somit waren die Gradationen bei der Ernte niedriger, die Weine sind demnach etwas filigraner als in den letzten Jahren.

Niederschlagsmenge 2021: 869,70 mm
Durchschnittstemperatur in der Vegetationsperiode (April – September): 16,4°C
Max. Temperatur: 33,4°C (14.06.2021)
Min. Temperatur: -11°C (09.01.2021)

Langjähriger Schnitt:
Niederschlagsmenge: 670,90
Max. Temperatur: 40,0°C (05.08.1994)
Min. Temperatur: -19,0°C (07.01.1985)