Kl√∂ster waren seit jeher auch Orte der Gartenkultur. Klosterg√§rten dienten neben der Selbstversorgung mit Gem√ľse, Obst, Heilpflanzen und Blumen der Klostergemeinschaft als Orte der Begegnung, der geistigen und k√∂rperlichen Erholung, des Gebetes und der Gartenarbeit. F√ľr das Augustiner-Chorherrenstift Neustift darf wohl von Anbeginn an ein Zier- und Nutzgarten angenommen werden, auch wenn wir heute keine genaue Kenntnis der mittelalterlichen Anlage haben. Der zu einem gro√üen Teil noch erhalten gebliebene, 2001‚Äď2004 restaurierte ummauerte Zier-, Nutz- und Baumgarten mit Piszin (Fischkalter) Vogelhaus und Orangerie an der S√ľdseite des Stifts ist seit dem Barock in der heutigen Form nachweisbar.

Beim Eintreten in den Garten ragt aus dem hinteren Teil des Gartens der Mammutbaum hervor, gleich gegen√ľber beeindrucken die jahrhundertealten Ginkob√§ume. Dazwischen reiht sich der Barockgarten mit seinen sch√∂nen Brunnen und tausendfach bl√ľhenden Beeten. Einladend h√§ngen im Herbst die Trauben von der Weinlaube herab, die zum Durchgehen einl√§dt und den Barockgarten vom vorderen Teil des Gartens trennt. Zu den etwa 75 Sorten, die im Kr√§utergarten gedeihen, z√§hlen nicht nur vertraute Arten wie Johanniskraut, Herzgespann oder Brotklee sondern auch wahrlich exotische Kr√§uter wie Zitronengras, Melonensalbei, Jamaikathymian oder Tabak.

Der Stiftsgarten ist Teil der Klausur und dient bis zum heutigen Tag der Rekreation der Chorherren.

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