Pfründnerhaus (sog. Wolkensteinhaus)

Im Nordwesten der Klosteranlage wurde 1503/04 ein stattliches Pfründnerhaus erbaut, das heute gemeinhin als „Oswald-von-Wolkeinstein-Haus“ bezeichnet wird. Der weit über Südtirol hinaus bekannte spätmittelalterliche Dichter, Komponist und Politiker gilt als der berühmteste Pfründner des Augustiner Chorherrenstiftes. Bereits in der päpstlichen Bulle von 1143 wurde ein Begräbnisrecht für Fremde, die in Neustift bestattet werden wollten, festgehalten. Gegen entsprechende Stiftungen und Schenkungen konnten sich Laien Totengebet bzw. Seelenmessen und Grabstätte im Kloster sichern oder zu Lebzeiten Wohnrecht erkaufen.