Die Augustinusregel ist die Ă€lteste ĂŒberlieferte Klosterregel des Abendlandes. Augustinus schrieb sie um das Jahr 397, also nach seiner Wahl zum Bischof von Hippo Regius 396/396.

In wenigen SĂ€tzen will Augustinus den Mitgliedern seiner Klostergemeinschaft die grundsĂ€tzlichen Prinzipien eines religiösen Lebens in Gemeinschaft vermitteln. Im Text ist das biblische Fundament seiner Botschaft stĂ€ndig spĂŒrbar. Das Ideal der urchristlichen Gemeinde von Jerusalem wird als beispielhaft fĂŒr die spirituellen Grundwerte der Liebe und der Gemeinschaft vor Augen gefĂŒhrt. Augustinus geht es nicht so sehr um die Regelung der Kleinigkeiten des alltĂ€glichen Lebens, sondern vielmehr um die Grundhaltung der christlichen Liebe, aus der eine gelungene Gemeinschaft hervorgeht.

Insgesamt drei Regeln, die wiederum in verschiedenen Versionen vorliegen, wurden im Laufe der Geschichte dem hl. Augustinus als Verfasser zugeschrieben, nĂ€mlich die „Regel fĂŒr Frauen“ (Regularis informatio), die „Regel fĂŒr MĂ€nner“ (Praeceptum) und die „Grundordnung fĂŒr ein Kloster“ (Ordo monasterii). In den letzten Jahrzehnten haben umfassende textkritische Forschungen nachweisen können, dass nur das Praeceptum mit je einer Fassung fĂŒr Frauen und MĂ€nner auf Augustinus selbst zurĂŒckgeht.

Die Regel kann hier heruntergeladen werden.