Erasmus+: Lebensqualität durch Nähe (LQN)

Bildungshaus Kloster Neustift als Projektpartner

Die sozialen Herausforderungen in Gemeinden erkennen und an deren Lösung  mitarbeiten – dies steht im Mittelpunkt eines ERASMUS+ Projektes. Das Projekt wird transnational durchgeführt. Die Projektpartner sind die Spes Akademie Oberösterreich und Baden Württemberg, K-Punkt Ländliche Entwicklung im Kloster Heiligkreuztal, EAEA und aus Südtirol das Bildungshaus Schloss Goldrain und das Bildungshaus Kloster Neustift.

 

Im Zuge des dreijährigen Projektes werden Gemeinde- und RegionalberaterInnen, politische Verantwortungsträger in den Gemeinden, wichtige Entscheidungs- und Schlüsselpersonen sowie engagierte Bürger/innen befähigt, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Dabei geht es darum, den gesellschaftlichen und sozialen Wandel neu zu gestalten und den Zusammenhalt, das BÜRGERSCHAFTLICHE ENGAGEMENT – also das freiwillige Engagement von BürgerInnen zur Erreichung gemeinsamer Ziele – zu unterstützen.

 

Die Ausgangssituation

War es in der Vergangenheit wichtig, die Infrastruktur zu stärken, so ist es heute von höchster Priorität, die BürgerInnen in Bereichen der Eigenverantwortung, der Selbstorganisation und des bürgerschaftlichen Engagements für ein soziales Miteinander zu bilden, zu befähigen und zu trainieren. Den engagierten BürgerInnen fehlt es aber häufig an geeigneten Fähigkeiten und Kompetenzen diesen Wandel mitzugestalten. Genau hier setzt das Projekt „Lebensqualität durch Nähe“ an.

 

Das Projekt

Pilotgemeinden führen den Prozess „Lebensqualität durch Nähe“ durch. Schwerpunkt ist es, durch bürgerschaftliches Engagement die Lebensqualität in der Gemeinde gemeinsam zu erhöhen. Anhand der Gegebenheiten in der Gemeinde werden Themen wie Grundversorgung, Wohnen, Natur & Gesundheit, Bildung, Arbeit, Kultur & Freizeit, Mobilität, „an Kommunikation teilnehmen“ und „Gemeinschaft leben“ bearbeitet und weiterentwickelt.

Es soll dabei ein intensiver Know-how-Transferprozess zwischen den Gemeinden stattfinden. Damit zielt dieses Projekt auf die Bewusstseinsbildung, auf die Bildung und den Wissenstransfer (Befähigen und Kennenlernen) sowie auf die Umsetzung (Wissen und Tun). Je mehr Bürger/innen dieses Wissen in einem Gemeinde-internen Prozess einbringen und umsetzen, umso größer sind die Selbstwirksamkeit und die Kraft, auf gesellschaftliche Veränderungen adäquat zu reagieren.

 

Zusatznutzen für die Gemeinden

Durch dieses Pilotprojekt werden Kooperationen sowohl unter den beteiligten Modellgemeinden (transnational), als auch unter den beteiligten VerantwortungsträgerInnen sowie unter den engagierten BürgerInnen (regional und lokal) aufgebaut. Der gemeinsame Entwicklungsprozess innerhalb der beteiligten Gemeinden stärkt das Umsetzungspotential für größere Anliegen. Länderspezifische Besonderheiten und Lösungsansätze tragen dazu bei, die gesellschaftlichen Herausforderungen schneller und besser zu lösen. Der im Projekt geplante Austausch im Rahmen von länderübergreifenden Know-how Transfer unterstreicht den Lerneffekt anhand praktischer Modellbeispiele und soll zu weiterer Umsetzung im eigenen Umfeld motivieren.

 

 

Ansprechpartner im Bildungshaus Kloster Neustift:
Mag. Peter Sader, peter.sader@kloster-neustift.it oder Mag. Marialuisa Schmid, marialuisa.schmid@kloster-neustift.it  T. 0472/835588

 

Auftaktveranstaltung in der Gemeinde Terenten

Herausforderungen und Chancen in der eigenen Gemeinde erkennen, sie benennen und gemeinsam nach Lösungen suchen  – diese Thematik steht im Mittelpunkt des ERASMUS+-Projektes „Lebensqualität durch Nähe“.

 

Die Gemeinde Terenten ist Pilotgemeinde und wird den Prozess „Lebensqualität durch Nähe“ mit Unterstützung von Mitarbeitern des Bildungshauses Kloster Neustift durchführen. Schwerpunkt wird es sein, durch bürgerschaftliches Engagement die Lebensqualität in der Gemeinde Terenten gemeinsam zu erhöhen.

 

Bei der Auftaktveranstaltung 31. Jänner 2018 wurde das Projekt „Lebensqualität durch Nähe“ vorgestellt und bereits erste Themen für die Gemeinde Terenten gesammelt. Das generationsübergreifende Wohnen und Zusammenleben, die Mobilität insgesamt, der Respekt in der Gemeinschaft sowie die Integration von Flüchtlingen waren einige Schwerpunkte, die  für die Gemeinde Terenten herausgearbeitet wurden. Nun sollen in Arbeitsgruppen diese Herausforderungen gemeinsam erarbeitet und weiterentwickelt werden.

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