Bildung stiftet Zuversicht

Sehr geehrte Damen und Herren,liebe Freunde, GÀste, WohltÀter und Interessenten des Bildungshauses Kloster Neustift,

es erfĂŒllt mich mit Freude und Dankbarkeit, dass Sie das neue Programm in HĂ€nden halten können. Nach etlichen Tagen und Wochen der Ungewissheit, einer Zeit, die geprĂ€gt war von Unsicherheit, Absagen, Terminverschiebungen und gewissen EnttĂ€uschungen auf allen Seiten, gehen wir wieder hoffnungsvoll ans Werk und in die Zukunft. Ihnen allen gilt die Einladung, diesen Weg zu begleiten und je nach Belieben ein StĂŒck mitzugehen.

Wir hoffen, dass wir wieder ein interessantes Programm bieten können, das Ihren Interessen und BedĂŒrfnissen entspricht. „Bildung stiftet Zuversicht!“ – diese Überschrift haben wir der kommenden Weg-Etappe gegeben, dieser Überzeugung dienen die angebotenen Kurse, VortrĂ€ge, Veranstaltungen, Aus- und Weiterbildungen. Bildung macht stark, schenkt Bewusstsein und Selbstbewusstsein und eine Gelassenheit dem Leben und all seinen AnsprĂŒchen und Anforderungen gegenĂŒber. Bildung lehrt uns, dass alles irgendwo herkommt und irgendwo hinfĂŒhrt. Bildung aus christlicher Perspektive lehrt uns, dass alles, auch wenn wir es nicht sofort verstehen und erkennen, einen tieferen Sinn hat. Deshalb ist es das große Anliegen des Bildungshauses, hierbei sich einzubringen und seinen Beitrag leisten zu können. Es geht darum, Menschen und ihre Interessen und Neigungen zu fördern; sie zu befĂ€higen in Beruf, Freizeit und zwischenmenschlichem Miteinander; ihnen Hilfestellung zu leisten, sich fortbilden und qualifizieren zu können, fĂŒr sich persönlich, aber eben auch in ihrem Dienst in, an und fĂŒr die Gesellschaft.

Gemeinsam lernen, das Leben zu meistern, das gibt Mut und schenkt Zuversicht.

Bildung schenkt Einblicke, eröffnet uns Perspektiven, lĂ€sst weiter sehen und weiter denken, fordert heraus, kreativ zu werden, neue Wege einzuschlagen und sich so zuversichtlich den Herausforderungen von heute und morgen stellen zu können.DafĂŒr gibt es letztlich keine Grenze(n); nur die, die wir selbst ziehen oder setzen. DafĂŒr steht fĂŒr mich die biblische Gestalt des Abraham. Abraham hat alles, ein ungeheures Vermögen, Erfolg. Und doch hat er eine Wunde, er hat nĂ€mlich keine(n) Nachkommen! Und hier setzt Gott an. Abraham ist 75 Jahre alt, als er sich von Gott in eine ungewisse Zukunft rufen und fĂŒhren lĂ€sst. Abraham lĂ€sst sich darauf ein, verlĂ€sst Heimat und Sicherheit. Dieser sicher in unseren Augen ungebildete Nomaden-Clan-Chef wird uns zum Lehrer. Lass dich auf Gott und das Leben ein! Sei nicht fertig, sondern bleibe neugierig und offen! Abraham lĂ€sst los, lĂ€sst sich auf den Weg ein und gewinnt alles. Er lebt bis heute fort in den vielen Suchenden im Glauben und im Leben, den offenen, den fragenden und faszinierten Menschen – Gott und der Welt gegenĂŒber. Menschen, die nicht auf alles eine Antwort haben, sondern fasziniert sind von der FĂŒlle der Sterne am Himmel und dem Sand am Meeresstrand, und die gerade dadurch der Welt und den Mitmenschen Zuversicht schenken und sind. Diesen Menschen dient unser Programm.

Sie sind herzlich eingeladen, mit uns ein StĂŒck dieses Weges zu gehen!

H. Mag. Eduard Fischnaller CanReg, Propst des Augustiner Chorherrenstiftes und PrÀsident des Bildungshauses Kloster Neustift