Eine Schule bestand wohl schon seit der Gründung des Klosters in Neustift. Wenige Jahrzehnte nach der Gründung im Jahre 1142 begegnen uns in Urkunden Chorherren, welche die Bezeichnung „scholasticus“ (Schulmeister) tragen.

Als der eigentliche Gründer der Klosterschule gilt Propst Konrad II. von Rodank (1178-1200), der
Domherr und Scholastikus in Brixen gewesen war.

Interessantes geht aus einer Urkunde von 1281 hervor: Rupert Maulrapp aus Kastelruth übergibt dem Stift Neustift den Hof Fuschg in St.Oswald und bestimmt, dass seine beiden Söhne im Stift Unterricht und Unterhalt bekommen sollen.

Im 15. und 16. Jh. hatte die Schule schon einen guten Ruf: Verschiedene Adelige empfahlen dem Propst von Neustift junge Leute für die Aufnahme in die Klosterschule. Erzherzog Ferdinand sprach 1558 das Lob aus: „…allda (wird) die jugent in guetter zucht und lernung gehalten und auferzogen.“ Durchschnittlich 24 Schüler besuchten den Unterricht, der größere Teil fand im Kloster Unterkunft und Verpflegung, manche Schüler wohnten privat bei Familien in Neustift. Drei bis vier Jahre dauerte der Unterricht.